| Historie Musikzug |
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Ergänzungen zu der Historie werden derzeit erarbeitet. Wir bitten um Geduld!
Diese Aufzeichnungen wurde aus vielen Artikeln der Spielmannszugzeitschrift
„Der Spielmann“ entnommen. Kursiv, in eckigen Klammern geschriebenes sind Anmerkungen von Werner Neumann, der die Texte übertragen hat. Von Ehrenstabführer Felix Hartmann sen. [Omme Felix] An und für sich ist es bekannt, daß unser Spielmannszug auf eine alte Tradition zurückblicken kann. Als Gründungsjahr der Abteilung wird das Jahr 1907 angenommen. Man nimmt dieses Jahr an, weil auf einem alten Tambourstab eine silberne Gravur ist: „Gestiftet von den Festjungfrauen 1907". Es wird angenommen, daß bei einem Fest der Spielmannszug aufgetreten ist und ein Geschenk von den Festjungfrauen erhalten hat. Näheres konnte nicht ermittelt werden. Es ist anzunehmen, daß der Spielmannszug schon gleich nach der Gründung des Turnvereins 1904 seinen Übungsbetrieb aufgenommen hat. Es war damals weit schwieriger als heute einen Spielmannszug aufzubauen. In der damaligen zeit wurde nicht nach Noten geübt. Die Leitung des Spielmannszugs hatte unser alter Turnbruder Bernhard Zingraf [heute Schulstraße 69A] übernommen. Der ja den älteren Spielleuten noch in guter Erinnerung ist [1969]. Dieser Abteilung gehörten damals schon u.a. auch Franz Müller (Glosener Fronz) und Georg Lewalter [Nikelose Schorsch] an, die ja nicht mehr unter uns sind. Durch den 1. Weltkrieg (1914 - 1918) ruhte zwangsläufig der Übungs- und Spielbetrieb. Nach dem Kriege wurde unter Leitung von Bernhard Zingraf der Übungsbetrieb wieder aufgenommen. In den späteren Jahren kamen weitere Spielleute hinzu. Es waren dies folgende Turner, wie sie uns noch in Erinnerung sind [1969]. Norbert Zingraf [Bäcker Joseps Norbert] , Peter Wagner, [Schmidts Peter], Franz Bender, Willi Schuber (Ehrenstabführer), Josef Hartmann [Maase Josep], Josef Schuber [Biene Josep] In den Jahren 1930 und später:
Es wäre zu erwähnen, daß unser Zug im Jahre 1958 insgesamt 18 mal öffentlich aufgetreten ist, der Wert der Instrumente ca. 3500,- DM betrug und ein Betrag von 230,- DM in die Vereinkasse eingespielt wurde.
Auch im Jahr 1959 hatten wir Arbeit in Hülle und Fülle. Ich will nicht alle Auftritte nennen. Besonders zu erwähnen ist das Landestreffen der „Hessischen Turnerspielleute“ im benachbarten Dauborn. 3000 Besucher erlebten einen glanzvollen Kommers. Soviel mir noch bekannt ist, war auch der Bundesmusikausschuß in Dauborn anwesend. Ich kann aber mit Bestimmtheit sagen, daß dieses Landestreffen das Beste war, was bis heute [1969] gelaufen ist. 1500 Spielleute waren in den Mauern von Dauborn versammelt. Wir hatten damals die Spielleute von Egelsbach in Quartier. Am 24. Mai 1959 besuchten wir das Feuerwehrfest in Walsdorf. Unser Lyra-Spieler, Walter Meffert, gefiel besonders durch exaktes und gekonntes Spiel. Der nächste Lehrgang fand am 02. und 03. April 1960 in Wehrheim statt. Anläßlich dieses Lehrganges kamen wir in den Besitz eines Basses, Tenor- und Es-Hornes. Ich hatte mit Herrn Glier aus Frankfurt nach einigen Bierchen die Vereinbarung getroffen, die vorgenannten Instrumente zu liefern, ohne das die Finanzierung gesichert war. Es war ja damals nicht so leicht Instrumente anzuschaffen, wie es heute der Fall ist. Aber es ist prima über die Bühne gegangen und unser damaliger Pfarrer hat einen größeren Betrag beigesteuert. Es gab aber noch mehr Spender. Wir konnten daraufhin unsere Bläsergruppe erheblich verstärken. Nebenbei möchte ich noch bemerken, dass im Jahre 1960 auch der Fanfarenzug Walsdorf entstanden ist und dass ich seit dieser Zeit die Ausbildung dieser Gruppe habe. Außer den herkömmlichen Auftritten erhielt das Aufziehen der Würgeser Kerb eine besondere Note. Doch lassen wir die Zeitung sprechen: Nach einem Ständchen anläßlich seines 69 jährigen Geburtstages bei Herrn Dr. Jakob Müller bot der Bläserchor bei einem Umtrunk in der Gastwirtschaft Hubert Müller manche Probe seines beachtlichen Könnens. Als das Volkslied „Ein Männlein steht im Walde“ ertönte, stieg die Stimmung auf das Äußerste. Unter uns weilte unser lieber Willi Lauter mit seiner charmanten Gattin als Kerbegäste. Er nahm diesen musikalischen Gruß auch freudig auf und quittierte seine Achtung mit einer Runde für die Musik. Zu unserer Blaskapelle sei noch folgendes gesagt: Ein Höhepunkt war im Juni 1969 das 40-jährige Bestehen des RSV, bei dem wir natürlich kräftig mitwirkten.
1960 fand in Wiesbaden das Landesturnfest statt. Es ist vielen Spielleuten noch gut in Erinnerung. Samstags trafen wir bereits in Wiesbaden ein. Wir hatten unser Quartier in der Guttenberg -Schule. Ein Marsch vom Stadion Frankfurter Straße zum Marktplatz beschloß den Abend offiziell. Inoffiziell machten wir einen Bummel durch Wiesbaden. Am Sonntag vormittag brachten wir Turnbruder Peter Schick ein Ständchen. Mittags bewegte sich dann der Festzug durch die Stadt.
Am 03.-05. Juni 1961 beteiligten wir uns am 7. Landestreffen der „Hessischen Turnspielleute“ in Dudenhofen mit wechselhaftem Erfolg. Der leidige Kampf um gute Wertungsrichter war damals schon akut. Wir bekamen zum Beispiel für den Marsch „Turner auf zum Streite“ von dem einen Wertungsrichter 36 und von dem anderen 41 Punkte. Also ein Unterschied von 5 Punkten. Wir sehen selbst was los ist. Und dieses Kapitel (Wertungsrichter) zieht sich durch alle stattgefundenen Landestreffen. Am 10.-12. Juni 1961 waren wir in Dietkirchen zu Gast. Aktiv beteiligt waren wir in Niederbrechen (Gauturnfest). Und am 08. Oktober 1961 in Idstein (Idsteiner Kerb). Dieser Umzug ist Euch bestimmt noch in guter Erinnerung [1969]. Damals führte unser guter Willi Schuber den Spielmannszug durch die Straßen von Idstein. Ich habe nur die wichtigsten Auftritte herausgegriffen und die jährlich widerkehrenden Einsätze wie Volkstrauertag etc. sind in meinem Bericht nicht erwähnt. Es war ein feierlicher Augenblick als im Juli 1961 Bürgermeister Keller in Anwesenheit prominenter Gäste die Metallkapsel mit Urkunde bei der Grundsteinlegung der neuen Schule in die Mauer versenkte. Bei dieser feierlichen Handlung wirkte auch unsere Bläsergruppe mit. Im Regen marschierten wir dann zum gemütlichen Umtrunk ins Gasthaus Josef Dies [Kutscherhonnesse Josep, heute der Laden der Bäckerei Schäfer, B8] Das Jahr 1962 war mit Ereignissen von großer Bedeutung angefüllt. Neben den allgemeinen und zum Teil immer wiederkehrenden Einsätzen wären die Tage vom 07.-09. Juli 1962 zu erwähnen. Der MGV Eintracht feierte sein 110 jähriges Bestehen. Wir verschönerten den Kommers mit unseren Musikvorträgen, wobei nicht vergessen sei, dass auch unsere Turner am Barren und mit Bodenübungen viel Beifall ernteten. Am Festsonntag spielten wir im Festzug und es ist auch erwähnenswert, daß sich unsere Freunde vom Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Walsdorf kostenlos am Festzug beteiligten.
Unter dem Motto „Würges will ein schulfreudiges Dorf bleiben“ wurde am Kerb in Würges: Inzwischen waren aber die Kehlen so trocken geworden, daß im Gasthaus Hubertus [heute Vincenzo] zunächst einmal Station gemacht wurde. Bier und Wein schmeckten an diesem Abend vorzüglich. Nachdem hier ein munterer Schlager gespielt wurde, ging es weiter zur nächsten Station. Langsam machte sich nun auch der Alkohol bei den Spielleuten bemerkbar ohne aber direkt eine Auswirkung auf das Spiel zu haben. Den Abschluss bildete der Besuch im Gasthaus „Zum Schwarzen Ross“. Nach dem Spiel eines weiteren Musikstückes, zur Unterhaltung der Gäste, war unser erster Auftritt - der Kerb 1969 - beendet. Am Sonntag traf man sich um 14:30 Uhr zum traditionellen Umzug im Gasthaus „Zur Krone“ [Wiernz; Ecke B8 / Alsdorfer Straße]. Am 01.01.1969 wurde im Gasthaus „Zur Krone“ unsere Abteilungszeitung „Der Spielmann“ aus der Taufe gehoben. Viel Mühe und Arbeit hatten die Vorarbeiten gefordert. Endlich war es soweit und die 1. Ausgabe konnte gedruckt werden. Deshalb sei an dieser Stelle den Männern um Paul Boche noch einmal recht herzlich gedankt.
Teilnahme
der Bläsergruppe am Haarezug
(geschrieben
Erhard Zeiger 1970)
Es ist wohl
nicht zu leugnen, daß die Teilnahme und Begeisterung am Haarezug jedes Jahr
geringer wird. Nur Idealisten nehmen noch an diesem Zug Teil, oder sind sogar
bereit einen Wagen zu fertigen. Wie aber steht es nun mit der Bläsergruppe des
TV 1904 Würges Abteilung Spielmannszug? Fastnachts Sonntag und Montag ist noch
jeder bereit und versichert, er sei am Dienstag da und stehe zur Verfügung.
Nach diesen Zusagen wird dann auch beschlossen, die Bläser wirken beim Zug mit.
Die Kälte
macht uns zu schaffen
(Von
Ehrenstabführer Felix Hartmann sen.)
Man soll es
nicht glauben, aber die Kälte stört unseren Übungsbetrieb. Wir müssen
feststellen, daß es im Saal unseres Übungslokals bei manchen zu kalt ist. Kein
Wunder, wenn man fast zwei Stunden auf seinem Platz sitzen muß. Aber überlegt
doch einmal selbst, wie dem Abzustellen ist.
Hochzeit in Elz
(Von
Ehrenstabführer Felix Hartmann sen.)
Am Samstag,
den 14.02.1970 waren wir in Elz, um bei der Trauung unseres Kameraden, Anton
Meuth, aktiv mitzuwirken. Ich glaube es ist einmalig in der Geschichte unseres
Spielmannszuges, daß um 14:00 Uhr alle Spielleute vollzählig anwesend waren.
Ich bin der Meinung, daß es immer so sein müßte. Entsprechend war ja auch die
Leistung beim Spiel während der Trauung und bei dem nachfolgenden Ständchen im
Hof der Gastwirtschaft Kunz. Die zahlreichen Musikstücke kamen bei den Zuhörern
gut an und reicher Beifall belohnte unsere Leistungen.
Bei kommenden
ähnlichen Angelegenheiten wäre die Benutzung eines Busses vorteilhafter, statt
die Fahrt mit unseren PKW. Ihr wißt ja, in punkto Alkohol, ist die Versuchung
groß und die daraus eventuell entstehenden Schäden sind durchaus durch die
Benutzung eines Busses zu vermeiden.
Übungsstunde
in Walsdorf
Am 10.05.1970
fand unsere diesjährige Sonntagsübungsstunde in Walsdorf.
Im dortigen
Dorfgemeinschaftshaus waren wir sehr gut untergebracht und konnten ungestört
unsere Übungsstunden abhalten. Der Hausmeister sorgte für das Essen und unser
Kamerad, Anton Meuth, brachte durch die Spende von einem Faß Bier den Laden in
Schwung. Pünktlich um 09:15 Uhr begann man mit der Übungsstunde. Zunächst wurde
getrennt geübt. Bis auf einige Schwierigkeiten in der Harmonie und besonders
bei der Rhythmusgruppe konnte man zufrieden sein. Nach dem Mittagessen ging es weiter,
ehe die Übungsstunde gegen 14 Uhr beendet wurde.
Familienabend
der Abt. Spielmannszug des TV 1904 Würges
(Felix
Hartmann jun.)
In diesem
Jahr war es am 21. November soweit. Familienabend des Spielmannszuges. Einer
der Höhepunkte des Spielmannszugjahres und Gelegenheit im Kreise der
Angehörigen, Freunde und Gönner einige frohe Stunden zu verleben. Den Auftakt
bildete ein Reh-Essen.
Rehragout
nach Jägerart und Klöße nach Gutsherren-Art, stand auf dem Speiseplan. Das Reh,
genauer gesagt der Rehbock und ein Reh, wurden von Manfred Munsch und H. J. Löw
zur Verfügung gestellt und von Dina und Oswald Becker [Dick Diena und Enne
Oswald] zubereitet. Es mundete allen vortrefflich und im Anschluß an das
Essen bedankte sich Felix Hartmann sen. bei denen, die es ermöglicht hatten,
dieses Reh-Essen durchzuführen.
Für die
musikalische Unterhaltung an diesem Abend sorgten die VERMONA‘s und dazwischen
verstand es Felix Hartmann sen. immer wieder; teils durch einen Witz, ein Lied
oder einen Gedichtvortrag, unterstützt von seiner Tochter und musikalisch
begleitet von Vereinswirt Peter Müller, die Stimmung noch zu heben.
Selbstverständlich sorgten auch noch andere Mitglieder des Vereins durch
gekonnte Liedvorträge für die Unterhaltung.
Zu erwähnen
ist hier vielleicht das Lied vom „Parablü“ und von „Maier, Lehmann und ach
Ich“. Zwischendurch wurde getanzt und gesungen und sehr sehr spät konnten sich einige Mitglieder vom Vereinslokal trennen. Alles in Allem kann gesagt werden, daß dieser Familienabend als gelungen bezeichnet werden kann und dazu beigetragen hat, die Freundschaft und Kameradschaft zu fördern.
Liebe
Spielleute!
(Felix
Hartmann jun.)
Da wir vor
kurzer Zeit in der Übungsstunde beschlossen haben, daß wir alle 14 Tage eine
getrennte Übungsstunde halten wollen, muss man davon ausgehen, daß es eine
Selbstverständlichkeit ist, diese Übungsstunden auch zu besuchen. Natürlich hat
es keinen Zweck, wenn bei den Flügelhörnern und Trompetern nur zwei Spielleute
anwesend sind, obwohl fünf Spielleute zu dieser Besetzung gehören. Auch bei den
anderen Instrumentengruppen wird es nicht anders sein. Die getrennten
Übungsstunden sollen doch den Zweck der Instrumentalschulung dienen. Aus diesem
Grunde ist es wichtig, daß sich jeder Gedanken über dieses Thema macht. Oder
soll es so weitergehen???
Am Karfreitag
traf sich der Musikausschuß zu einer wichtigen Sitzung.
Es waren
viele Themen zu behandeln.
Folgende
Tagsordnung wurde durchgesprochen:
1.
Übungsarbeit
2.
Veranstaltungen
3.
Jugendarbeit
4. Uniformen
5.
Verschiedenes
An dieser
Stelle soll nun berichtet werden, was zu den einzelnen Punkten beschlossen
wurde.
Zu 1. Wie wir
alle wissen ist die Übungsarbeit das Wichtigste für unsere Abteilung. Ohne die
notwendige Übung können wir nichts erreichen. Aus diesem Grunde wurden zu
diesem Punkt viele Vorschläge gemacht und viel diskutiert. Wir wissen alle, daß
es so wie bisher nicht weitergehen kann. Bleiben wir einmal bei den jetzigen
Übungsstunden. Wie sieht es mit der Beteiligung und wie sieht es mit der
Pünktlichkeit aus. Ich glaube, daß über diesen Punkt schon sehr viel
geschrieben wurde und aus diesem Grunde will ich hier an dieser Stelle nichts
davon erwähnen. Ich überlasse es jedem, sich seine eigene Meinung zu bilden.
Sollte es aber in Zukunft so bleiben, dann kann sich unsere Abteilung ab 1972
nach einem neuen Stabführer umsehen, denn umsonst mache ich den Weg von
Walsdorf nach Würges nicht. Um die
Übungsarbeit und die Übungszeit etwas besser auszunutzen, wurde folgende
Vereinbarung getroffen. Man war der Meinung, die Gruppenübungsstunde
einzuführen. Diese würde folgendermaßen aussehen:
Unsere
Abteilung wird in 4 Gruppen eingeteilt:
1. Gruppe:
Flügelhörner, Trompeten, Klarinetten und Saxophon
2. Gruppe:
Tenorhörner und Es-Hörner
3. Gruppe:
Übrige Harmoniebesetzung (Bass, Posaunen usw.)
4. Gruppe:
Rhythmusgruppe (Trommel, Schlagzeug)
Als Ausbilder
werden folgende Personen eingesetzt:
Gruppe 1:
Felix Hartmann jun.
Gruppe 2:
Heribert Müller
Gruppe 3:
Felix Hartmann sen.
Gruppe 4:
Werner Hartmann
Zunächst soll
der Freitag für gemeinsame Proben beibehalten werden. Lediglich die Fanfaren
werden jeden Freitag bis auf weiteres getrennt üben und zwar in der Turnhalle.
Jeden 1. Freitag im Monat werden die Fanfarenbläser an der gemeinsamen
Übungsstunde teilnehmen. Als weiterer Übungstag kommt der Dienstag in Frage. An
diesem Wochentag sollen die Gruppenübungsstunden stattfinden.
Die
Einteilung hierzu ist wie folgt vorgesehen:
Gruppe 1: In
der neuen Schule
Gruppe 2: In
der alten Schule
Gruppe 3: Im
Gasthaus „Zur Krone“
Gruppe 4: In der
alten Schule (Nur jeden 1. und 3. Dienstag im Monat)
Der Gruppe 4
wird als Hilfsmittel unser eigenes Tonbandgerät zur Verfügung gestellt. Unter
dem Punkt Übungsarbeit kam auch das Thema Umschulung auf den Tisch. Es wurde
festgestellt, daß etwa 18-20 Mitglieder umgeschult werden müssen. Dies sind
besonders die Mitglieder der früheren Schülerabteilung und die Fanfarenbläser.
Als Ausbilder
werden hier noch Hildegard Munsch und Hermann J. Löw eingesetzt werden. Der
Beginn dieser Übungsstunden richtet sich ganz besonders nach den Bestellungen
der Instrumente, jedoch spätestens ab Mai 1971.
Zu 2.
Folgende Veranstaltungen müssen von uns besucht werden, da wir fest zugesagt
haben.
31.05.1971 Frühschoppen Wallrabenstein
10.06.1971 Fronleichnam (Bläsergruppe)
12.06.1971 Festkommers Oberselters
20.06.1971 Gaukinderturnfest in Villmar
10.
u. 11.07.1971 Sommerfest in
Würges
Ganz
besonderen Wert müssen wir auf das Sommerfest in Würges legen. Zumal als
Veranstalter unser Verein in Erscheinung tritt. Mit der Planung des Programms
wurde begonnen. Doch will man zunächst noch einmal die kommende
Festausschußbesprechung abwarten. Gleichzeitig wurde der 06. November 1971 als
Termin für ein Konzert festgelegt. Ferner will man in diesem Jahr wieder einmal
etwas für unsere Familien tun. Es soll an einem Sonntag ein kleiner Spaziergang
in den Würgeser Wald unternommen werden. Vorher will man aber an geeigneter
Stelle für die nötigen Getränke und die nötige Bestuhlung sorgen.
Zu 3. Die
Jugendarbeit machte uns in letzter Zeit etwas Sorgen. In der vergangen Zeit
mußten viele Übungsstunden ausfallen, da keine Übungsleiter vorhanden waren.
Nach den Erklärungen von Jugendwart Eberhard Becker, soll es damit nun
endgültig vorbei sein. Auch konnte man mit befrieden feststellen, daß es
unserem Jugendwart nach seiner Entlassung von der Bundeswehr wieder etwas
besser geht. Rita Hartmann wird ihm in Zukunft bei seiner Arbeit helfen. Aus
diesem Grunde will man doch in diesem Jahr versuchen einen Jugend- und
Schülerspielmannszug ins Leben zu rufen. Es ist sehr wichtig für uns, daß wir
uns um unseren Nachwuchs kümmern, denn eines Tages wird es sich auszahlen.
Zu 4. Die
Uniformfrage wurde wegen er zu hohen Kosten zurückgestellt. Es wurde lediglich
empfohlen, daß sich die einzelnen Spielleute weiße Pullis anschaffen sollen.
Zu 5. Zum
Punkt Verschiedenes wurden noch einige Themen angeschnitten. So zum Beispiel
das Notenproblem. Es wurde beschlossen für jedes Instrument eine Mappe in
Konzert- und Marschformat anzuschaffen, damit die einzelnen Noten für jedes
Instrument zusammengefaßt sind und das Verteilen der Noten aufhört. Dieses
waren die wichtigsten Ereignisse dieser Sitzung und jedes Mitglied sollte doch
kräftig mitarbeiten und diese Vorschläge unterstützen.
Liebe
Spielleute,
nun ist es an
der Zeit eine kleine Bilanz zu ziehen. Was brachte uns die neue
Übungsstundeneinteilung?
Ein altes
Sprichwort sagt: Neue Besen kehren gut. Ich glaube, so ist es auch mit uns. Wie
ich in der letzten Zeit festgestellt habe, hat die neue Übungsstundeneinteilung
allgemein Anklang bei unseren Mitgliedern gefunden. Von der Beteiligung aus
gesehen, sind diese Übungsstunden doch fast immer vollständig besucht. So müßte
es nicht nur am Anfang sein, sondern es
müßte immer so weiter gehen. Denn diese Übungsstunden werden eines Tages
Früchte tragen. Auch macht es mir Spaß, daß sich die Spielleute bereit erklärt
haben, mir bei der Übungsarbeit zu helfen. Aus diesem Grunde möchte ich mich an
dieser Stelle bei Hildegard Munsch, Werner Hartmann, Heribert Müller, Hermann-Josef
Löw und Felix Hartmann sen. recht herzlich bedanken. So muss es sein, so müßte
es bleiben. Wenn zu dieser Arbeit noch die Unterstützung der Spielleute
hinzukommt, kann nichts mehr schief gehen. Ich glaube, wenn wir gemeinsam die
Probleme in Angriff nehmen, muß es gelingen, die gesteckten Ziele zu erreichen.
In eigener
Sache
(Felix
Hartmann jun.)
Ein ganz besonderes Problem soll hier einmal angesprochen werden. Es sind einmal die Terminliste und das Problem unserer Auftritte. In Zukunft werden wir in jeder Notenmappe eine Terminliste einheften. In diese Terminliste werden alle Termine eingetragen. Es soll damit erreicht werden, daß in Zukunft jedes Mitglied über die Termine informiert ist. Ein weiteres Problem macht mir ganz besonders Sorgen. Wir wissen alle, daß wir im Verhältnis unserer Mitglieder ein kleiner Musikzug sind. Zudem sind wir in den einzelnen Stimmen noch nicht einmal stark besetzt. Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, daß wir bei unseren Auftritten vollzählig erscheinen. Es kann und darf nicht so weitergehen, daß Mitglieder kurz vor dem Termin Absagen erteilen, nur weil sie etwas anderes vorhaben. Wenn das jeder macht, was sich bis jetzt nur einzelne erlauben, ist es fast nicht mehr möglich, eine vernünftige Terminplanung durchzuführen.
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